Kfz-Versicherung

Kfz-Haftpflicht, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung – wo ist der Unterschied?

Für Fahrzeuge gibt es zwei Versicherungsarten. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine gesetzliche Fahrzeug-Pflichtversicherung, die Sie abschließen müssen, wenn Sie ein Fahrzeug in Deutschland anmelden wollen. Die Kasko-Versicherungen sind hingegen freiwillige Zusatzversicherungen und werden in Teilkasko- und Vollkaskoversicherung unterschieden.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt, ähnlich wie die Privathaftpflicht, alle Schäden die durch Ihr Auto an fremden Fahrzeugen, Gegenständen oder Personen entstehen. Dabei ist es egal ob Sie selbst am Steuer saßen oder nicht, sobald durch Ihr Fahrzeug ein Unfall entstanden ist, haften Fahrer und Halter des Fahrzeugs gleichermaßen.

Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen sind hingegen Zusatzversicherungen, die für Schäden an Ihrem Fahrzeug aufkommen. Gerade bei neueren Fahrzeugen empfiehlt es sich daher, auf den Schutz einer Kaskoversicherung zu vertrauen.

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Tipps vom Experten

Tino Müller – unabhängiger Versicherungsmakler

Sind alle Kfz- Haftpflichtversicherungen gleich?

Auch wenn die Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, sind die Versicherungsunternehmen in der Beitragsgestaltung trotzdem frei. Auch die Leistungen können sich bis auf das gesetzliche Mindestmaß unterscheiden. Die Mindestdeckungssumme bei Personenschäden beträgt demnach 7.500.000 Euro, bei Sachschäden 1.120.000 Mio. Euro und 50.000 – bei Vermögensschäden. Für alles was darüber hinaus geht, muss der Versicherungsnehmer selbst haften. Gerade bei Personenschäden können durch anschließende Behandlungskosten oder Rentenansprüche höhere Summen entstehen. Das Vergleichen von Leistungen lohnt sich also.
Bei den Schadensfreiheitsklassen gibt es ebenso Unterschiede. Mit dem richtigen Abwägen von Versicherungsangeboten können Sie bis zu 75% Beitragsrabatt erhalten wenn Sie unfallfrei bleiben. Auch die Bedingungen für den Schadensfreiheitsrabatt können sich unterscheiden. Neben Typklasse des Fahrzeugs und Regionalklasse spielen bei der Beitragsberechnung oftmals auch Alter, jährliche Fahrleistung und Abstellplatz eine Rolle.

Teilkasko oder Vollkasko – welche Versicherung ist für mich die Richtige?

Die Teilkaskoversicherung kommt für Schäden durch Feuer, Explosion, Diebstahl und Raub, Unwetter (Blitzschlag, Hagel, Überschwemmung, Sturm), Unfällen mit Haarwild, Glasbruch, Kurzschluss und Marderbiss auf. Sie bietet Ihnen damit perfekten Rundumschutz für Ihr Fahrzeug, außer bei selbstverschuldeten Unfällen. Hier springt die Vollkaskoversicherung ein. Diese deckt alle Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn Sie für den Unfall verantwortlich sind. Die Vollkaskoversicherung lohnt sich daher vor allem für neuwertige Fahrzeuge, die einen hohen Wiederbeschaffungswert haben.
Um gegen alle Arten von Schäden am eigenen Fahrzeug versichert zu sein, müssen Sie allerdings nicht beide Kaskoversicherungen abschließen, da die Vollkasko alle Schadensarten der Teilkasko mit abdeckt.
Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht gibt es für die Kaskoversicherungen keine Schadenfreiheitsklassen. Die monatlichen Beiträge können allerdings durch eine festgelegte Selbstbeteiligung im Schadensfall herabgesenkt werden. Die KFZ-Versicherungsangebote variieren vor allem im Detail. Die Leistungen sind ähnlich, Beiträge und Rabattangebote sollten aber verglichen werden damit der passende Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug gefunden wird.